„Die verlässliche Finanzierung der Inklusion in der Schule ist nun durch die Einigung der Landesregierung mit den Städten und Gemeinden gesichert“, erklärt Ali Bas, grüner Abgeordneter für den Kreis Warendorf.

Das Land habe mit einer großen Kraftanstrengung Aufgaben der Städte und Gemeinden für erforderliche Baumaßnahmen, Psychologen und Sozialarbeiter in der Schule übernommen. Dafür werden 175 Millionen Euro für die nächsten fünf Jahre zur Verfügung gestellt. Zusätzlich werde  jedes Jahr überprüft, ob diese Summe ausreiche. Sei dies nicht der Fall, werde das Land nachfinanzieren, so Ali Bas. Eltern von Kindern mit Behinderungen oder besonderem Förderbedarf wünschen sich immer häufiger, dass ihre Kinder nicht mehr ausgesondert werden. Dieser Wunsch nach gemeinsamem Unterricht in der Regelschule kann nun Wirklichkeit werden“, hob Ali Bas, selbst Lehrer an einem Berufskolleg, die pädagogische Bedeutung des Finanzierungsbeschlusses hervor.

Nun müssten Kreis, Städte und Gemeinden die erforderlichen schulischen Angebote schaffen. Auf der personellen Seite habe das Land die notwenigen Mittel zur Verfügung gestellt: 3.200 zusätzliche Lehrerstellen, 2.500 Plätze für die Weiterqualifizierung von Lehrerinnen und Lehrer zu Sonderpädagogen, 2.500 neue Studienplätze für Sonderpädagogik. „Insgesamt stellt das Land in fünf Jahren über eine Milliarde Euro zusätzlich für die Inklusion in Schulen zur Verfügung“, entkräftet Ali Bas alle Vorwürfe, das Land wolle sich aus der Finanzierung zurückziehen.

„Die kommunale Seite hat hart für ihre finanziellen Interessen gekämpft“,  zeigt der Ahlener  Ali Bas Respekt und Verständnis für Städte und Gemeinden. Letztlich würden beide Seiten, Land und Kommunen, unter der Unterfinanzierung ihrer Aufgaben leiden. „Hier kämpft Arm gegen Arm. Reich sitzt auf der Tribüne und wird von Merkel und Schäuble behütet“, richtet Bas deutlich Worte an die Bundesregierung. „Ich appelliere an den Kreis Warendorf, nun endlich seine zögerliche Haltung aufzugeben“, wendet sich Ali Bas an den Landrat Dr. Gericke. Das Vorhaben einiger in der CDU, eine Einigung zu verhindern, Unruhe zu stiften und Wahlkampf auf dem Rücken der Kinder zu machen, sei durch die konstruktive Haltung von Städtetag, Landkreistag und Städte- und Gemeindebund erkennbar gescheitert.