Die aktuelle Situation der Landwirtschaft, Möglichkeiten und Grenzen regionaler Vermarktung sowie politische Vorgaben aus Berlin und Brüssel für einen global agierenden Markt waren Thema beim ersten Besuch des Landtagsabgeordneten Ali Bas im Grünen Zentrum.

Auf Einladung des Kreisverbandsvorsitzenden Hermann-Josef Schulze-Zumloh und Geschäftsführer Dr. Matthias Quas kam der Landtagsabgeordnete zu einem ersten Gespräch und betonte, dass ihm „die Unterstützung der heimischen Landwirtschaft ein besonderes Anliegen“ sei. Geringe Transportkosten der regionalen Erzeuger seien ein Vorteil, den es weiter auszuschöpfen gelte.

In dem einstündigen Gespräch informierte sich der Politiker bei den Vertretern der Landwirtschaft auch über den Bereich Tierschutz. Dabei machte Kreisverbandsvorsitzender Schulze-Zumloh  deutlich, dass die Landwirtschaft den Eindruck habe, dass die Landespolitik die Veredlung immer weiter zurückdrängen wolle und innerhalb der Branche ein „Export des Tierschutzes“ befürchtet werde: Heimische Landwirte setzten strenge Tierschutzvorgaben um, während Mitbewerber aus EU-Ländern und Nicht-EU-Staaten wesentlich geringere Auflagen zu erfüllen hätten und somit günstiger produzieren könnten. „Trotzdem können sie ihre Produkte bei uns absetzen. Da wird Tierschutz exportiert!“, so der Landwirt.

 

Foto:
Sprachen im Grünen Zentrum über politische Rahmenbedingungen der global agierenden Landwirtschaft sowie Stärken regionaler Vermarktung (v.l.): Kreisverbandsvorsitzender Hermann-Josef Schulze-Zumloh, Grünen-Landtagsabgeordneter Ali Bas und WLV-Kreisgeschäftsführer Dr. Matthias Quas.