Eltern wird es in Zukunft erleichtert, eine Grundschule von der Orientierung an lediglich einem religiösen Bekenntnis hin zu einer Gemeinschaftsgrundschule zu ändern, an der alle Bekenntnisse gleichwertig sind. Zum entsprechenden, gerade beschlossenen Gesetz der rot-grünen Koalition in Düsseldorf sagt Ali Baş, MdL: „Dies ist auch der Wunsch der katholischen und evangelischen Kirchen in NRW. Ich bin sehr erfreut über die gute Zusammenarbeit bei der Vorbereitung dieses Gesetzes“.

War hierzu bisher eine Mehrheit von zwei Dritteln der Eltern für eine Umwandlung erforderlich, so genügt in Zukunft eine einfache Mehrheit. Mit diesem Gesetz reagiert die rot-grüne Koalition in Düsseldorf auf die gesellschaftlichen Veränderungen in Nordrhein-Westfalen. „Dies ist auch der Wunsch der katholischen und evangelischen Kirchen in NRW. Ich bin sehr erfreut über die gute Zusammenarbeit bei der Vorbereitung dieses Gesetzes“, betont Ali Baş, Sprecher für interreligiösen Dialog in der grünen Landtagsfraktion.

Von den 50 Grundschulen im Kreis Warendorf seien zurzeit 38 Bekenntnisschulen, 35 katholisch, 3 evangelisch, hinzu komme die Freie Waldorfschule. „Auch die Städte oder Gemeinden können nun eine Veränderung anregen. Am Ende entscheidet die Mehrheit der Eltern, ob die Bekenntnisschule bleibt oder umgewandelt wird“, so der Ahlener Baş.

Er begrüßt auch, dass es Lehrerinnen und Lehrern mit anderem oder ohne Bekenntnis jetzt erleichtert wird, an einer Bekenntnisschule zu unterrichten. „Ebenso freue ich mich darüber, dass Grüne und SPD es in Zusammenarbeit mit den Kirchen erreicht haben, dass auch an Bekenntnisschulen Religionsunterricht einer anderen Konfession angeboten werden kann, und dass der Besuch von Schulgottesdiensten auch an Bekenntnisschulen nicht verpflichtend gemacht werden darf.“ Dies sei gerade im ländlichen Raum bei zurückgehenden Schülerzahlen ein wichtiger Beitrag für ein gutes Zusammenleben an den Grundschulen.