Eine Risikotechnologie, die unser Trinkwasser gefährdet und nicht ins Zeitalter der Erneuerbaren Energien gehört – so nannte Oliver Krischer im Bundestag kürzlich die umstrittene Fördermethode Fracking. Der Grüne Umweltexperte wird am Mittwoch, den 27. Mai ab 19.00 Uhr in der Alten Post, Mühlenstraße 15 in Drensteinfurt gegen das kürzlich im Bundestag beratene Fracking-Gesetz sprechen. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen.

Veranstalter der Diskussion ist der Grüne Ortsverband Drensteinfurt und die Ratsfraktion von Drensteinfurt gemeinsam mit dem Landtagsabgeordneten Ali Baş.

„Wir pochen auf ein Verbot der Gasförderung aus tiefen Gesteinsschichten in Deutschland. Denn die Bundesregierung will mit dem Fracking-Gesetz das Bohren unter Auflagen ermöglichen.“, so der Abgeordnete aus Ahlen.

„Das neue Gesetz ermöglicht aus Sicht vieler Expert*innen das Fracking durch die Hintertür“, ergänzt Cornelia Tetampel, Sprecherin der Drensteinfurter Grünen. Mit dem Experten Oliver Krischer diskutieren werden Dr. Gudrun Kordecki vom Institut für Kirche und Gesellschaft der evangelischen Kirche Westfalen sowie Dr. Michael Harengerd, Mitglied im Landesvorstand des BUND. Angesprochen wird auch ein aktuelles Bohrvorhaben nach Flözgas unter einer ehemaligen Schachtanlage in Herbern-Nordick, das bei Bürgerinitiativen auf großen Widerstand stößt.

Beim umstrittenen Fracking werden u. a. Sand und Chemikalien in tiefe Gesteinsschichten gepresst. Das neue Gesetz ermöglicht diese Methode trotz Auflagen der Regierung auf mindestens zwei Dritteln der Landesfläche und auch unter Naturschutzgebieten.