„Die Verschiebung der Bundestagsabstimmung über das Fracking-Gesetz ist eine gute Nachricht für das Münsterland. Besser gar kein Gesetz als dieses Fracking-Ermöglichungsgesetz“, mit diesen Worten kommentierte Ali Bas, Landtagsabgeordneter der Grünen aus Ahlen, die  Verschiebung der ursprünglich für Freitag vorgesehenen Abstimmung über das umstrittene Fracking-Gesetz im Bundestag.

„Nun haben die Menschen im Münsterland, insbesondere die Initiativen gegen Gasbohren im Münsterland, weitere drei Monate die Möglichkeit, über die verheerenden Folgen des Bohrens nach Erdgas unter Einsatz gefährlicher Chemikalien aufzuklären und dagegen zu demonstrieren“, sieht Bas die politischen Vorteile der Verschiebung. „Einen solchen geschlossenen Widerstand einer ganzen Region gegen eine Risiko-Energie-Technologie kennt man sonst nur aus Gorleben“, erklärt Bas weiter, „nicht umsonst fordert der Bundesrat das Verbot der Technologie.“

Bas betont, dass die chemiegestützte Form der Erdgasgewinnung kein Beitrag zur Energiewende sei. Die Menge des geförderten Gases sei im Bundesmaßstab gering, schließlich gehe es darum, möglichst schnell auch ohne Erdgas-Verbrennung auszukommen:“Ein Beitrag zum Klimaschutz ist das nicht. Letztlich hat nur einer ein wirkliches Interesse daran: der größte Energiekonzern der Welt, Exxon.“ Wenn der Boom vorbei sei, habe Exxon die Kassen gefüllt und hinterlasse eine ausgeplünderte Region.