(ab) Der Flughafen Münster/Osnabrück (FMO) wäre ohne die öffentliche Finanzierung der beteiligten Städte und Landkreise schon längst dicht. Die Coronakrise hat die finanziell prekäre Situation des FMO nochmal verschärft und lässt auch für die Zukunft nichts Gutes erahnen.

Dass die Münsteraner Rathauskoalition aus Grünen/SPD und Volt auch ein mögliches Ausstiegsszenario untersuchen möchte, neben einem Stopp der öffentlichen Gelder, ist nur konsequent. Auch in den benachbarten Kreisen wird das immer stärker thematisiert. Allerdings hat der FMO vor allem noch bei CDU und FDP die größten Fans.

In den Beratungen zum Kreishaushalt im Kreistag Warendorf setzt die CDU auf das Prinzip Kristallkugel und hofft, dass vor allem die Entwicklung von Wasserstoffflugzeugen in den nächsten 15 (!) Jahren hier für einen kräftigen Aufschwung am Flughafen Münster/Osnabrück sorgen soll.

Bis dahin bleibt der FMO weiter am öffentlichen Finanzierungstropf, der vor allem für Billigairlines einen preisgünstigen Zubringer nach Mallorca und Hurghada darstellen dürfte.

Der Klimaschutz bleibt dabei ebenso auf der Strecke, wie ein nachhaltiger Plan für eine Zukunft nach dem Flugbetrieb, von dem die ganze Region profitiert.